Ein Tag im urigen Dublin

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Mit vielen neuen Erfahrungen und Kontakten im Gepäck ging es mit dem Dublin Coach von Kilkenny zurück in die Hauptstadt. In unserem Airbnb außerhalb der Stadt fühlten wir uns sehr wohl und fuhren relativ günstig mit dem Stadtbus direkt ins Zentrum. Besonders groß ist Dublin nicht – generell sind die Städte in Irland wesentlich kleiner als auf dem europäischen Festland.

Museumsbesuch nur mit Reisepass

Am Vormittag musste aufgrund des Regens eine Indoor-Aktivität her. Wir entschieden uns nach ein wenig Recherche für das EPIC – The Irish Emigration Museum. 19 interaktive Ausstellungsräume erzählen von der 1.500 Jahre alten Geschichte der irischen Auswanderer. Wie diese den Rest der Welt beeinflussten und immer noch beeinflussen, wird in dem komplett digitalen Museum interaktiv erklärt. Es geht um Traditionen und Kultur, um Literatur, Politik, Musik, Sport und Wissenschaft. Dabei ist jeder Raum total einzigartig gestaltet. Staunend liefen wir durch die Räumlichkeiten. Besonders cool: Am Eingang erhielten wir ein Dokument, welches in Form eines Reisepasses gestaltet ist. In jedem Raum kann dieses abgestempelt werden, sodass am Ende 19 Stempel in deinem „Reisepass“ sind. Eine lustige Idee und schöne Erinnerung.

Der hippe Stadtteil Temple Bar ist ebenfalls einen Abstecher wert. Hier reihen sich unzählige Pubs, Restaurants und Cafés aneinander. Bei gutem Wetter kannst du stundenlang durch die gemütlichen Gassen des Kultviertels spazieren. Bei schlechtem Wetter geht’s direkt in einen der vielen Pubs. Besonderes Highlight ist die gleichnamige The Temple Bar – eine Bar sowohl bei Iren als auch Touristen beliebt. Wir sind nicht reingegangen, aber trotz dem du für den exklusiven Namen ordentlich drauf zahlst, lohnt sich ein Besuch sicher. Für uns ist das Gebäude von außen das Sinnbild für Irland: unten bunte Holzvertäfelungen, oben Backstein und unendlich viele Blumen.

Hoher Besuch aus dem Vatikan

Die Ha’penny Bridge über dem Liffey Fluss ist eine Fußgängerbrücke, gebaut im Jahre 1816. An sich nicht unbedingt spektakulär, aber nichtsdestotrotz die meistfotografierte Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie verbindet Temple Bar mit dem Zentrum. Du wirst also bei einem Besuch nicht um sie herum kommen. Es gibt zwar noch zahlreiche weitere Brücken, aber diese ist wohl die schönste. Ihr seltsamer Name ist kein irisches Wort, sondern hat einen Hintergrund. Früher mussten die Fußgänger beim Überqueren der Brücke einen halben Penny entrichten, eine Fußgängermaut sozusagen. Das blieb in den Köpfen der Einwohner und seither heißt die Brücke Ha’penny Bridge.

Im Stadtteil Temple Bar gibt es einige weitere Sehenswürdigkeiten. Unzählige Kirchen prägen das Stadtbild, eine besonders herausstechende ist die riesige St. Patrick’s Cathedral. Das Rathaus der Stadt macht ebenfalls etwas her. Das Dublin Castle kannst du von außen aufgrund der vielen Gebäude gar nicht sehen. Leider war es zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts geschlossen. Das lag am hohen Besuch – der Papst war das erste Mal seit 1979 in der Stadt. Überall trugen Menschen T-shirts und Schals mit dem Aufdruck des Papstes. Menschenströme fluteten mit hunderten Fahnen die Straßen der Hauptstadt. Das Gute für uns: die meisten Straßen der Innenstadt waren für Autos gesperrt und somit konnten wir uns frei bewegen.

Kirchgang voller Sünden

Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die wir uns letztendlich nicht angeschaut haben. Einige Iren haben uns im Vorfeld einen Besuch desTrinity College mit dem Book of Kells empfohlen. Weitere Dinge, die wir uns bei einem zweiten Besuch anschauen würden, sind das Hauptpostamt, die Nationalbibliothek oder das Guinness Storehouse, wo du eine Brauereiführung inklusive Verkostung mitmachen kannst. Während unseres Spaziergangs durch Dublin zog es uns immer wieder in die urigen Pubs. Im J.W. Sweetman gibt es sehr gutes IPA Bier und leckeres Essen, dazu irische Livemusik von lokalen Bands.

Gemütliche Atmosphäre & gutes Bier in Dubliner Pubs

Ein ganz besonderer Ort ist The Church. Eine Bar mit Restaurant hat sich hier direkt in einer alten Kirche niedergelassen. Wie oft kommt es schon vor, dass du dein Bier direkt neben dem Altar oder der Orgel zischen darfst? Welcome to Dublin!

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