Letzter Halt in Brisbane

In Brisbane angekommen war bei uns ein wenig die Luft raus. Wir hatten genug von australischen Städten und haben deshalb in den drei Tagen nicht mehr allzu viel unternommen. Am ersten Tag sind wir gemeinsam mit unserer Hostelzimmer Mitbewohnerin ins Zentrum der Stadt. Dort haben wir uns den Clock Tower mit dem Brisbane Museum angeschaut. Wir müssen sagen, dass wirklich alle Museen, die wir in Neuseeland und Australien besucht haben, lohnenswert und unglaublich interaktiv gestaltet sind.

Chillmodus: ein

Nach dem Mittagessen sind wir durch den botanischen Garten spaziert und entlang des Flusses geschlendert. Hier siehst du sogar mitten in der Stadt kleine Mangrovenwälder. South Bank auf der anderen Seite des Flusses ist eine nette Promenade, wo sich der Streets Beach, ein künstlich angelegter Strand mit Bademöglichkeiten, ein Riesenrad und einige Restaurants und Cafés befinden.

Den Großteil der Zeit verbrachten wir im Hostel, wo wir in der zweiten Nacht in ein privates Zimmer übersiedelten. Nun hatten wir die Möglichkeit uns mitten am Tag hinzulegen und ein Nickerchen zu machen. Außerdem nutzten wir die freie Zeit, um schon mal für Indonesien zu recherchieren. Ab und an saßen wir im Gemeinschaftsraum des Hostels und schauten TV. Eine Frau, die anscheinend noch mehr Zeit hatte als wir, saß immer vor’m Fernseher und war die gesamte Zeit im Besitz der Fernbedienung. Sie schien keinen Bock auf Brisbane zu haben. Einfach nur zu lesen, zwischendurch zu kochen und dann einnicken, fühlte sich nach zwei Monaten Camperleben unglaublich gut an. Reisen kann anstrengend sein. Backpacker wissen das. Es geht nicht immer nur um weiße Strände, lange schlafen und viel chillen. Da das Wetter schlecht war, hatten wir gar kein schlechtes Gewissen.

Geplant war eigentlich noch die Besteigung des kleinen Mount Coot-tha, aber dafür war das Wetter einfach nicht gut genug. Ebenfalls haben wir längere Zeit darüber nachgedacht, den Wildtierpark Lone Pine zu besuchen. Hier triffst du auf alle Tiere, die in Australien heimisch sind – Kängurus, Wallabys, Platypus, Koalas, Dingos, Echidna, Emus, Wombats und wie sie alle heißen. Trotz dem wir viel Positives über den Park gehört hatten, sind die Tiere letztendlich eingesperrt und müssen ihr Leben in Gefangenschaft verbringen. Klar, hätten wir gerne mit Koalas gekuschelt, natürlich wollten wir ein Känguru füttern und selbstverständlich wollten wir Selfies mit Wombats machen. Aber wollen die Tiere das? Wir haben uns letztendlich gegen einen Besuch entschieden und sind im Nachhinein froh darüber.

Positive Australienbilanz

Unseren letzten Nachmittag gingen wir in das sehr günstige Kino South Bank Cinema, wo du für eine Vorstellung am Nachmittag nur 4€ pro Ticket zahlst.  Wir schauten uns den oscarprämierten Film „Three billboards outside Ebbing, Missouri“ an. Die Oscars waren definitiv verdient und die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin grandios. Abends ging es sehr zeitig ins Bett, da wir 3.45 Uhr aufstehen mussten, um unseren Flug nach Indonesien zu erwischen. Am Flughafen war die Vorfreude bereits sehr groß. Es mischten sich Abschiedsgefühle unter die positiven Emotionen. Neuseeland und Australien sind Reiseziele, die einfach unglaublich weit weg sind. Zudem hat uns die Tierwelt in Australien total umgehauen. Bei unserer Ankunft Downunder waren wir noch sehr skeptisch, aber jetzt hat uns das Land doch in seinen Bann gezogen. Das Outback mit seiner roten Erde und den unendlichen Weiten und auch die eher weniger bereiste Westküste warten nur darauf, entdeckt zu werden. Schließlich wollen auch die großen roten Kängurus sowie die kleinen stets lächelnden Quokkas von unserer Kamera festgehalten werden.

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