Verheiratet mit Wellington

Wenn wir uns in Auckland verliebt haben, wollen wir Wellington heiraten! Diese Stadt ist genau unser Ding und erinnert sogar ein wenig an Berlin. Trotz dem in der Hauptstadt Neuseelands nur rund 200.000 Menschen leben, wirkt sie wie eine geschäftige aber entspannte Metropole. Hier wirken alle gut gelaunt. Die Sonne scheint oft. Es gibt unzählige Attraktionen, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Wir wären sehr gerne noch ein paar Tage länger geblieben, aber am 21. Januar ging es mit der Fähre gen Südinsel.

Camping am Yachthafen

Übernachtet haben wir auf einem einfachen Parkplatz in der Evan’s Bay– der einzige kostenlose Campingspot in Wellington. Besonders schön ist er nicht, aber es gibt Toiletten und mit Blick auf die Marina lässt es sich aushalten. In die Innenstadt liefen wir etwa eine Stunde oder du nimmst eine der Buslinien 2, 14 oder 24. Am Hataitai Strand, der etwa 10 Minuten zu Fuß zu erreichen ist, gibt es öffentliche Duschen. Diese sind zwar eisig, aber erfüllen ihren Zweck. Zwischen der Evan’s Bay und der Innenstadt prangt der Mount Victoria. Der höchste Punkt der Stadt ist der Victoria Peak. Der Aufstieg ist relativ einfach, aber bei 25 Grad in der Sonne kamen wir ordentlich ins Schwitzen. Entlang des Mount Victoria befinden sich ein paar Drehorte von Der Herr der Ringe. Falls es dich interessiert, hier findest du das Hobbit Hideout.

Hier tobt das Leben

In der Vivian Street gibt es viele asiatische Restaurants. Bei einem Thai haben wir mittags für wenig Geld sehr gut und vor allem extrem viel gegessen. Die Cuba Street ist die Straße der Stadt. Hier musst du einfach ein wenig Zeit verbringen. Entweder du schlenderst sie einfach entlang und beobachtest die Menschen oder du setzt dich in eines der unzähligen Cafés und Restaurants. Diese laden uns persönlich mit ihrem hippen Innendesign zum Verweilen ein. Außerdem kamen wir in den Genuss einiger Free Hugs. Wer mag es nicht, einfach mal wildfremde Menschen zu umarmen? Gute Laune vorprogrammiert! Am Freitagabend findest du in einer kleinen Nebengasse der Cuba Street einen Nachtmarkt. Wir haben uns an verschiedenen kleinen Häppchen probiert. Auch im Courtenay Place reiht sich eine Bar an die Nächste. Gegen Vorzeigen unserer Reisepässe durften wir sogar mit unseren 28 und 30 Jahren schon ein IPA genießen. Erinnert schon ein wenig an die USA. Ebenfalls in dieser Straße ist das Reading Cinema, wo wir „All the money in the world“ schauten.

Nichts für Kulturbanausen

Am Wasser schlenderten wir am Sea Bridge Walkway entlang und schauten den Einheimischen dabei zu, wie sie in das kühle Nass hopsten. Die gechillte Atmosphäre sprang direkt auf uns über. Ebenfalls direkt am Meer ist das Te Papa Tongarewa Museum. Eigentlich gibt es hierfür keine Worte. Es ist neben dem Yad Vashem in Jerusalem eines der besten Museen, die ich je besucht habe. 1. Der Eintritt ist komplett frei. 2. Allein das Gebäude ist aufgrund seiner Architektur einen Besuch wert. 3. Es gibt sehr viele verschiedene Bereiche, die alle interessant sind. Unter anderem findest du im Außenbereich einen kleinen Dschungel. Dieser wurde angebaut, um den ursprünglichen Wald Neuseelands zu zeigen. Außerdem gibt es eine tolle Ausstellung über den Krieg in Gallipoli in der Türkei. Wir erfuhren hier, wie Neuseeland in den Ersten Weltkrieg verwickelt war. Das Museum erzählt interaktiv über die Natur, Geschichte und Kultur des Landes. Wir waren absolut begeistert und empfehlen, mehrere Stunden für Te Papa einzuplanen. Ebenfalls kostenlos und sehr toll aufgearbeitet ist das Wellington Museum. Hier liegt der Fokus auf Wellington selbst. Uns hat dabei vor allem das Wahine Desaster fasziniert. Am 10. April 1968 ist auf dem Weg von der Nord- auf die Südinsel eine riesige Fähre aufgrund eines extremen Sturms an eine Klippe geprallt, aufgerissen und dann gesunken. Bei diesem tragischen Unglück ließen über 70 Menschen ihr Leben.

Darf es noch ein Stück Kuchen sein?

Direkt am Wellington Museum befindet sich der alte Hafen, wo du in den ehemaligen Lagerhallen etwas trinken und schlemmen kannst. In manchen befinden sich heutzutage Ausstellungen. Am Samstagvormittag waren wir unter dem Frank Kitts Park, wo in einer Parkgarage jedes Wochenende ein Underground Market aufgebaut wird. Einheimische Künstler verkaufen ihre Malereien, Postkarten, Kissen, etc. und wir probierten leckere vegetarische Paella und einen veganen gesalzenen schwarze Bohnen-Karamell-Brownie. Saulecker! Ein weiteres Highlight, das du nicht verpassen darfst, ist eine Fahrt mit dem Wellington Cable Car. Diese rote Seilbahn, die dich innerhalb von fünf Minuten von der Einkaufstraße der Stadt in den botanischen Garten bringt, gehört zu einem Wellington Besuch einfach dazu. Dort oben befindet sich das Cable Car Museum, welches ebenfalls kostenlos ist. Mit super Sicht über Wellington teilten wir uns im Kowhai Café das größte Stück Karottenkuchen, das die Welt je gesehen hat.

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