Neuseeland macht uns zu Kiwis

Auckland du Perle – du hast uns verzaubert! Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt, die Menschen waren total freundlich und das Wetter bombastisch. Wenn wir auch mit unserem ersten Sonnenbrand leben mussten, verlassen wir die Stadt nur ungern. Neue Abenteuer warten bereits.

Nachdem wir mit der Maschine aus Hong Kong gelandet sind, ging es erst mal raus an die frische Luft. Eine riesige Freude – die ersten Sonnenstrahlen und Wärme auf unserer Haut. Seit Theassloniki hatten wir kein gutes Wetter mehr gesehen. Mit dem Skybus kommst du direkt in die Stadt vorbei an grünen Hügeln und den schönen Vorstadthäusern. Glücklicherweise hielt der Bus vor unserem Domizil, den Princeton Apartments. Direkt neben der University of Auckland gelegen finden sowohl Reisende als auch solche, die etwas länger in Auckland verweilen wollen, eine günstige Unterkunft. Du teilst dir die Küche und das Bad mit einem zweiten Apartment. Wir konnten jedoch ohne Probleme Frühstück als auch Abendessen zubereiten. Unsere Nachbarn haben wir gar nicht zu Gesicht bekommen. Zwei Mal haben wir im Sierra Café gefrühstückt, wo es große Portionen für angemessenes Geld gibt. Ansonsten haben wir sehr schnell festgestellt, dass Neuseeland nichts für den kleinen Geldbeutel ist. Auch im Supermarkt mussten wir im Vergleich zu Deutschland für Lebensmittel mindestens mit dem doppelten Preis rechnen. In der K Road reihen sich Restaurants und Cafés aneinander. Hier sind die Preise etwas erschwinglicher als direkt im Zentrum.

Achtung, Ozonloch

An unseren drei vollen Tagen liefen wir jeden Tag um die 15 km. Die Queens Street ist die Hauptverkehrsstraße. Hier schlägt das Shoppingherz höher, unsere Herzen hat kalt gelassen. Die schönen Kolonialbauten zwischen den Hochhäusern reizten uns da schon mehr. Am Hafen entlang der Viaduct Wharf liefen wir entspannt durch die Sonne und kamen zum sogenannten Silo Park. Inmitten eines Industriegebiets stehen einige Food Trucks, die zum Ausprobieren einladen. An der nahegelegenen North Wharf gibt es in der Happy Hour ein Bier für 4 Euro, inklusive Blick auf’s Wasser. Ebenfalls am Hafen direkt am Fährterminal findet sich ein relativ merkwürdig aussehendes Bauwerk, das sich „The Cloud“ nennt. Das Gebilde erinnert tatsächlich an eine Wolke. Abends saßen wir auf den breiten Sonnenstühle und schauten auf den Himmel über’s Meer. Neben „The Cloud“ wurde ein kleines Holzhaus errichtet, in dem inmitten von grell leuchtenden Neonröhren die silberne Skulptur eines Komponisten sitzt. Wir nehmen an, es ist Haydn. Definitiv ein seltsamer Anblick. Eine Infotafel oder den Namen des Künstlers haben wir vergebens gesucht. Kleiner Tipp: Egal zu welcher Jahreszeit du in Neuseeland bist, creme dich gut mit Sonnenlotion ein. Das Ozonloch intensiviert die Sonnenstrahlen und wir haben uns direkt am ersten Tag über einen fetten Sonnenbrand geärgert.

Grüner Daumen

Auckland ist unglaublich grün. Wir haben noch nie eine Stadt gesehen, die mehr Flora zu bieten hat. Die vielen Parks laden zum ausgiebigen Verweilen ein. Der Albert Park in der Nähe unseres Apartments hat es uns besonders angetan. Auf einem Hügel gelegen findest du hier Palmen, wunderschöne Nadelbäume und satte Wiesen. Auf denen lässt es sich super schlafen. Ich habe das extra für dich getestet. Die Stadtteile Ponsonby und vor allem Parnell stechen mit ihren kleinen von Bäumen gesäumten Straßen besonders hervor. Beide bieten unzählige Möglichkeiten sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Denk dran, das alles ist nichts für den kleinen Geldbeutel. In Parnell haben sich viele Künstler niedergelassen und verkaufen in ihren kleinen Ateliers Skulpturen, Bilder und Handwerk. Der Parnell Rose Garden mit dem anliegenden Strandabschnitt ist einen Besuch wert. Im Schatten riesiger Bäume schauten wir dem Treiben zu und staunten, dass wir uns immer noch inmitten einer Großstadt befanden.

Um mehr über die Geschichte und vor allem die Kultur Aucklands zu erfahren, solltest du dich unbedingt der Free Walking Tour anschließen. Diese haben wir bereits auf verschiedenen Kontinenten in unterschiedlichen Städten mitgemacht und wurden nie enttäuscht. Die Touren kosten nichts, aber am Ende gibst du dem Guide ein Trinkgeld. Gemeinsam mit unserem Guide Louise ging es durch die Straßen der Stadt, durch Parks vorbei an Museen. Die Tour dauert etwa 2,5 Stunden und gewährt Einblick in die Welt der größten Stadt des Landes. Auckland ist nach London, Toronto und New York die viert internationalste Stadt – hier leben Menschen aus 220 Nationen. Begriffe wie „Farbige“ oder „Mischling“ sind absolut verpönt, hier sind alle Kiwis. Wir jetzt auch. In Neuseeland gibt es weder Atomwaffen noch Atomenergie. Das grenzt beinahe an ein Traumland. Vor einiger Zeit gab es ein Referendum, um die neuseeländische Flagge zu ändern. Jeder Neuseeländer durfte einen Vorschlag einreichen. Dabei entstanden lustige Bilder wie die weiter unten. Letztendlich stimmte die Mehrheit für den Verbleib der alten Flagge, um der Geschichte Ehre zu zollen. Generell erhielten wir den Eindruck, dass sich Neuseeland von seiner konservativen Kolonialmutter England abgrenzen will.

Vom Mount Eden, der etwa 4 km von der Innenstadt entfernt liegt, haben wir den Blick über die Stadt genossen. Der kleine Berg hat einen Krater, der den Ausblick auf die Skyline besonders macht. Von hier wirkt die Stadt gar nicht mehr so groß. Das Auckland War Memorial Museum prangt majestätisch auf einem Hügel inmitten des riesigen Auckland Domain Parks. Bereits von außen ist es beeindruckend und auch von innen ein besonderer Anblick. Für das Museum solltest du dir einige Stunden Zeit nehmen. Hier erfährst du alles über die Geschichte, Kultur der Maori und Wirtschaft des Landes. Der Eintrittspreis von umgerechnet 15 Euro pro Person war uns allerdings zu hoch. Um ehrlich zu sein, waren wir so froh über das Wetter, dass wir die Zeit lieber im Freien verbringen wollten. Die Sonne lockte und das 14 Stunden lang. Sonnenaufgang 6.30 Uhr, Sonnenuntergang 20.30 Uhr. Was willst du mehr?

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. aankee sagt:

    Ihr seid in Neuseeland angekommen :)! Hier wird es euch bestimmt sehr gut gefallen. ich freue mich den ganzen Tag schon auf euren Blogeintrag und sobald ich die Benachrichtigung per E-Mail bekomme, wird er sofort gelesen ^^. Den ersten aus Hongkong habe ich direkt auf dem Weg zur Arbeit angeschaut und bin dabei genauso unbeholfen durch die Straßen gelaufen, wie die Honkonger selbst :D. Freue mich auf die nächsten Geschichten!

    Gefällt 1 Person

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