Auf auf nach Südamerika…

2013 plante ich meine große Reise durch Südamerika. Diese sollte mich gute drei Monate durch sieben Länder führen. Ich buchte bereits Anfang des Jahres meinen Flug von Berlin über Miami nach Rio de Janeiro. Der Rückflug sollte von Caracas in Venezuela über Houston nach Berlin führen. Ich buchte über STA Travel und empfand die Kosten von 800€ für einen solchen Gabelflug für mehr als fair. Ansonsten kümmerte ich mich im Vorfeld der Reise um relativ wenige Dinge, da ich die Tage lieber auf mich zukommen lassen wollte. Zusätzlich besorgte ich noch einen Flug von Rio de Janeiro nach Santiago de Chile, um von dort meinen Weg Richtung Norden anzutreten. Eine Woche wollte ich in Rio erst einmal ankommen und meine Freundin aus Sao Paolo treffen. Über die Couchsurfing App schrieb ich noch einige Leute in Rio und Santiago an und fand sehr schnell für beide Städte eine kostenlose Unterkunft, bei vermeintlich netten Einheimischen. Diese App kann ich dir empfehlen, wenn du gerne mit Einheimischen und deren Traditionen in Kontakt kommen magst. Was unbedingt vor Antritt der Reise gebucht werden sollte, ist der Inka Trail zum Machu Picchu. Ich habe mich wirklich ausgiebig über die verschiedenen Anbieter und Touren belesen, worüber ich dann im Nachhinein auch mehr als froh war. Meine Wahl war absolut richtig und in diesem Beitrag berichte ich ausführlich über diese tolle Erfahrung.

Wie sicher fühlte ich mich als Solo-Backpackerin in Südamerika?

Nicht selten wurde ich als verrückt erklärt, als ich meiner Familie und Freunden von meinem Vorhaben erzählte. Manche boten mir sogar ziemlich bildhafte Horrorszenarien, die mich aber kaum tangierten. Wieder Andere freuten sich einfach nur für mich und waren schon selbst ein wenig aufgeregt. Ich persönlich ging mit sehr viel Respekt an die Reise heran. Vor allem Venezuela machte mir ein wenig Angst. Während meiner Planung ließ ich mich durch diese Angst nicht einschränken. Während meiner Reise fühlte ich mich jederzeit sicher und mir wurde weder etwas geklaut noch wurde ich dumm angemacht. Es gab ein paar wenige Situationen, in denen man mehr aufpassen musste, aber diese beeinträchtigten meine Reise überhaupt nicht. Selbstverständlich sollte Frau immer ihren Kopf einschalten und nicht naiv durch die Welt gehen. Ich denke, das ist Voraussetzung und das sollte dir sowieso bewusst sein. Jedenfalls wurde ich überall herzlich willkommen geheißen und fühlte mich meist sehr wohl.

Reiseroute durch Südamerika

Im Vorfeld habe ich mir natürlich bereits Gedanken darüber gemacht, welche Destinationen ich mir unbedingt ansehen wollte. Eine grobe Routenplanung gab es bei Antritt der Reise, aber diese war komplett unabhängig von irgendwelchen Zeitplanungen. Wenn es mir irgendwo besonders gut gefallen würde, würde ich länger bleiben und falls ich mich langweilen sollte, würde es halt einfach direkt weitergehen. Die einzige feste Zwischenetappe war die Tour über den Inka Trail nach Machu Picchu. Hier meine grobe Routenplanung:
Rio de Janeiro – Santiago de Chile – Valparaiso (Chile) – Atacama Wüste (Chile) – Salar de Uyuni (Bolivien) – La Paz (Bolivien) – Arequipa (Peru) – Cuzsco & Machu Picchu (Peru) – Lima (Peru) – Quito (Ecuador) – Mindo (Ecuador) – Bogota (Kolumbien) – Salento (Kolumbien) – Medellin (Kolumbien) – Cartagena (Kolumbien) – Caracas (Venezuela) – Angel Falls (Venezuela) – eine Insel irgendwo bei Venezuela

Auf ins Unbekannte

Am 1. Juli 2013 brachte mein Papa mich nach Berlin Tegel und umarmte mich zum Abschied ein wenig fester als sonst. Sicherlich ist es für einen Vater nicht einfach, seine einzige und doch relativ junge Tochter alleine ins Unbekannte gehen zu lassen, zumal es sich dabei um einen der wohl gefährlichsten Kontinente der Welt handelt. Auch mir war leicht mulmig zumute und im Flugzeug schwirrten mir unendlich viele Szenarien durch den Kopf. Hatte ich mir die Adresse in Rio korrekt aufgeschrieben? Würde ich das Haus meines Gastgebers direkt finden? Was, wenn Google Maps Recht hatte und ich tatsächlich inmitten einer von Rios berüchtigten Favelas hausen würde? Diese und unendlich viele andere Fragen schwirrten in meinem Kopf umher. Und dann nach 20 Reisestunden war ich endlich dort – in Rio de Janeiro, Brasilien.

Wie es mir auf meiner Reise in den einzelnen Ländern erging und ob sich meine Route geändert hat, erfahrt ihr in anderen Beiträgen. Selbstverständlich werde ich dir meine Highlights wie den Inka Trail und die schlaflosen Nächte in Hängematten inmitten der Karibik nicht vorenthalten.

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